Olive Auction hat diese Seite aus öffentlichen Aufzeichnungen angelegt, damit Käufer das Gut finden. Wer dahintersteht, kann sie kostenlos übernehmen — die Geschichte vervollständigen, Lose einstellen, Käufern antworten.
Nach der Übernahme bestätigen wir per E-MailAlles hier stammt aus öffentlichen Quellen — Listen der Auszeichnungen, Zertifizierungsregister, die Inventare der Anbaugebiete. Den Rest der Geschichte — die Familie, den Hain, das wahre Alter der Bäume, das Laborblatt dieses Jahres — kann nur die Mühle erzählen, und genau darauf bieten die Käufer.
Die Masseria Appia Traiana liegt unmittelbar an der alten Römerstraße, nach der sie benannt ist — der Via Appia Traiana, vor zweitausend Jahren angelegt, um Öl und Getreide vom Hafen in Brindisi Richtung Rom zu bringen. Das Gutshaus selbst stammt von 1889, errichtet auf 24 Hektar rotem apulischem Boden vor Ostuni, wo schon Jahrhunderte vor dem ersten Stein Oliven wuchsen. Heute stehen auf dem Gut mehr als 4.500 Bäume, und rund 700 davon setzt es auf ein tausendjähriges Alter — riesige, aufgeplatzte, verdrehte Stämme, mit der Zeit breit und hohl geworden. Der Boden darunter besteht aus Kalkarenit und Sand aus dem Pleistozän, und das Gut nennt diesen Boden als Grund für das Gewicht seines Öls. Bewirtschaftet wird biologisch, und das Öl ist unter der DOP Collina di Brindisi zertifiziert. Vor einigen Jahren begann das Gut, alte Bäume unmittelbar zur Patenschaft freizugeben: Jeder adoptierte Baum schickt seinem Paten jedes Jahr 12 Liter seines eigenen Öls, dazu ein Foto und seine genauen Koordinaten, sodass jede Dose auf einen bestimmten Stamm auf einem bestimmten Feld zurückgeht. Mehr als hundert Menschen haben sich eingetragen.
Aus den öffentlichen Aufzeichnungen: masseriappiatraiana.it · ulivisecolaripugliesi.it
Zwischen Ostuni, Fasano und Monopoli zählt ein Regionalgesetz jeden alten Baum von Hand — während die Krankheit, die die Haine des Salento umgeformt hat, stetig nach Norden zieht.
Apuliens regionales Register führte bei der letzten offiziellen Zählung im Juli 2021 343.738 monumentale Oliven. Coldiretti nannte 2023 eine Pressezahl von 347.578 und bis 2024 rund 355.000, davon etwa 250.000 in der Piana degli Ulivi Monumentali, der Küstenebene zwischen Ostuni, Fasano und Monopoli. Keine davon steht im nationalen Kulturerbe-Baumregister Italiens, das nach dem Gesetz 10/2013 null apulische Oliven führt; die Piana läuft vollständig über die regionale Schiene des Regionalgesetzes 14/2007.
Dieses Gesetz erkennt Monumentalität aus einem von drei Gründen zu: anerkannter historischer oder anthropologischer Wert, ein Stammdurchmesser von mindestens 100 Zentimetern, oder 70 bis 100 Zentimeter mit weiteren qualifizierenden Merkmalen. Eigentümer oder Gemeinde reichen eine schriftliche scheda ein; die für jede Fällung oder Verpflanzung bindende Stellungnahme der Commissione Tecnica führt zu einem vorläufigen Dekret im Regionalanzeiger, dreißig Tagen für Einwände und dann einem endgültigen Dekret. Das Arbeitsregister liegt als GIS-Ebene im regionalen Planungsportal sit.puglia.it, einem internen Werkzeug ohne öffentliche Suche.
Zwei Apps stehen zu beiden Seiten dieses Verfahrens und werden ständig verwechselt. AppOlea ist das Meldewerkzeug für Bürger, über das Eigentümer oder Passanten einen Baum für die Erfassung melden. App Ulìa hat damit nichts zu tun — ein QR-Code-System, das eine Flasche zu genau dem Baum zurückführt, aus dem ihr Öl gepresst wurde.
Die Masserien tragen das Arbeitsgedächtnis der Zahlen. Die Masseria Brancati bei Ostuni nennt über 1.000 monumentale Exemplare auf 30 Hektar, 800 formal registriert, und presst Ogliarola neben Coratina; ihr Baum Grande Vecchio wird auf rund 3.000 Jahre geschätzt, nie formal datiert. In Fasano betreibt die Masseria Appia Traiana ein Patenschaftsmodell, das zwölf Liter im Jahr je gesponsertem Baum liefert, aus angeblich 4.500 Bäumen.
Südlich der Ebene hat sich Xylella fastidiosa lückenhaft über ihre alte Eindämmungslinie hinaus ausgebreitet. Der Kernzone des Salento wurde der Pufferstreifen im November 2024 von fünf auf zwei Kilometer verkürzt, während neue Ausbrüche bis 2025 bis zum Cagnano Varano am Gargano reichten und bis Januar 2026 bis Valenzano — womit das Bakterium in allen sechs Provinzen Apuliens angekommen ist. Über 2,6 Millionen Bäume wurden gerodet; die Universität Bari beziffert die jährlichen Ertragsverluste auf 132 Millionen Euro, seit 2013 fast 3 Milliarden. Die Wiederbepflanzung stützt sich auf resistente Sorten: Leccino und FS-17/Favolosa bereits etabliert, Lecciana und Leccio del Corno 2024 hinzugekommen, wobei die Förderstellen erst 440 von 9.000 Anträgen bearbeitet haben.
Ein Los aus der Piana trägt die DGR-Registernummer und GIS-Position seines Baumes im Dossier und, so weit nördlich des Salento, einen pflanzengesundheitlichen Nachweis, dass der Hain frei von Xylella fastidiosa getestet wurde.
Ein Erzeugerkonto ist in einer Minute angelegt — Name, Mühle, Region. Wir hängen dieses Profil noch am selben Tag an.
Laborwerte, Baumnachweise, Erntedaten, ein Foto — das Formular fragt Schritt für Schritt nur nach dem, wofür Käufer zahlen.
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Der Katalog geht an diese Liste, bevor er auf die Seite geht. Wenn die Auktion schließt, erhalten Sie alle Zuschläge daraus — auch die, die enttäuscht haben.
Zwei E-Mails. Dann Ruhe bis Auktion Nr. 2.