Große Öle hatten immer schon Sammler. Nur einen Auktionssaal hatten sie nie. Nummerierte Flaschen von katalogisierten Jahrtausendebäumen, hochphenolische Pressungen mit veröffentlichten Laborblättern, Terminkontrakte auf die erste Pressung — bis heute fanden diese ihre Käufer über Hintertüren und Glück, oder sie verschwanden zu Spottpreisen im Massentank. Olive Auction gibt ihnen, was Wein oder Antiquitäten seit Jahrhunderten haben: offenes, zeitlich begrenztes Bieten und einen Preis, der öffentlich gefunden wird.
Das Modell ist einfach. Familienmühlen liefern ein. Bieter hinterlegen ein verdecktes Höchstgebot, und Olive Auction bietet für sie, Schritt für Schritt. Wenn der Zuschlag fällt, läuft alles über Olive Auction: Wir bestätigen beiden Seiten das Ergebnis, stellen die Abwicklungsanweisungen aus, und der Gewinner zahlt der Mühle direkt den Zuschlagspreis — keine Käufergebühren. Die Mühle meldet uns den Versand zurück, die Sendungsverfolgung landet im Konto des Käufers, und die Auktion schließt erst, wenn uns die Ankunft der Kiste bestätigt ist. Öl und Geld gehen von der Mühle zum Käufer; jeder Schritt dazwischen läuft über Olive Auction.
Olive Auction führt auch eine Bibliothek: einen Index von 219 benannten alten Bäumen mit ihren Katalognummern und Quellen, Profile der Mühlen, die aus ihnen pressen dürfen, und einen Atlas von 44 Sorten, gelesen an ihrer Chemie. Jedes Los wird damit abgeglichen. Wo ein Register einen Baum führt, nennt das Dossier das Register. Und der Index ist jung — Tausende katalogisierter alter Bäume liegen noch verstreut in regionalen Registern und Papierinventaren, und wir wollen jeden einzelnen in den Index aufnehmen, korrekt zugeordnet, bis die Baumbibliotheken der Welt eine zentrale Referenz haben.
Derzeit arbeitet Olive Auction ausschließlich mit Familienmühlen und unabhängigen Gütern.